Was macht das DRK im Kreis Soest? "Schnelleinsatzgruppe"
Eine Schnelleinsatzgruppe - nicht nur intern SEG abgekürzt - ist eine Komponente der Schadensabwehr. Im Kreis Soest stellt das DRK Personal und Ausrüstung für 10 Schnelleinsatz-gruppen.

Kreis Soest 21.03.2013 Die Gruppen umfassen je nach Größe und Leistung 5 bis 25 Helferinnen und Helfer. Diese haben eine fachliche Vorbildung als Sanitäter, Rettungshelfer, -sanitäter oder -assistent und aufgabenspezifische Sonderausbildungen, wie z.B. Einsatzführung, Betreuung oder auch Technik und Sicherheit.
Ihre Aufgabe ist es, bei einer Großschadens- oder MANV- (Massenanfall an Verletzten) lage den Regelrettungsdienst zu verstärken und zu unterstützen oder aber auch abzulösen, damit dieser für die Grundversorgung der Bevölkerung (wieder) uneingeschränkt zur Verfügung steht. Die SEG-Kräfte versorgen und betreuen verletzte, erkrankte, evakuierte oder anderweitig betroffene oder geschädigte Menschen. Zu den Aufgaben können auch die Versorgung oder sonstige Unterstützung anderer Einsatzkräfte sowie technische Hilfestellung gehören.
Je nach Aufgabenschwerpunkt besteht die Ausstattung unter anderem aus Fahrzeugen, Zelten, Tragen, Notstromaggregat, Beleuchtung, natürlich auch Verbandmaterial und Geräte zur medizinischen Versorgung sowie Ausrüstung für die Betreuung und Verpflegung. Es werden auch technische Mittel zur Einsatzkommunikation, wie zum Beispiel Einsatzleitwagen bereit gehalten.
Den Einsatzbefehl erhält die SEG von der Leitstelle, die die Hilfskräfte mittels Funkmeldeempfänger alarmiert. Da die Helfer beruflich anderweitig tätig und in einer SEG lediglich ehrenamtlich mitwirken, können bis zum Ausrücken bis zu 10 Minuten vergehen.
Typische Einsatzaufträge sind vor allem die sanitätsdienstliche Absicherung oder die anderweitige Versorgung der Feuerwehr bei ihren größeren Einsätzen
Fachliches Training erfahren die SEG-Kräfte durch ihre Mitwirkung an den Sanitätswachdiensten bei Veranstaltungen, bei Übungen zusammen mit Feuerwehren und Rettungsdienst sowie als Unterstützungskraft auf Rettungswagen des Kreisrettungsdienstes.
Die Ausrüstung stammt zum Teil aus dem Fundus des Katastrophenschutzes. Zum großen Teil muss das DRK Fahrzeuge und Material selbst einbringen, wesentlich finanziert durch Spendengelder
(Quelle: Heinrich Gehlmann, Leiter Öffentlichkeitsarbeit DRK KV LP/Hellweg)